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Mein Tierschutzhund

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Mein Tierschutzhund.

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Absolut überfällig – der bundesweite Hundeführerschein

Dass Hunde mit ihrer Körpersprache viel verraten, ist sicherlich nichts Neues. Da ist ein abgewandter Blick, eine Unsicherheit, ein kurzes Zögern, ein „Bogenlaufen“. Jetzt würde es am Menschen liegen, diese Auffälligkeiten zu erkennen. Doch in unserem Tageslauf, bei dem Stress zum Alltag gehört und die Gassi-Runde mal schnell eingeschoben wird, ist mancher Hundebesitzer schon überfordert. Dazu kommen Unkonzentriertheiten durch unkontrollierte Handynutzung. Links die Hundeleine, rechts das Handy. Ganz oft ist zu beobachten, dass Hundebesitzer emotional gar nicht bei ihren Hunden sind. Und das nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause.

Diese Situationen bewirken, dass sich Hunde und Menschen immer mehr voneinander entfernen. Schnappleinen ohne Führung, die bequem für Menschen sind und Stress auf die Hunde auslösen (wer möchte schon gerne mit einem Ruck zurückgeholt werden) verschärfen die Situation noch. Tiere wenden sich ab und vertrauen ihrem Herrchen nicht mehr. Und es kommt noch schlimmer. Ein plötzlicher Beißvorfall, den sich niemand erklären kann. Doch zum Glück gibt es Tierheime, wo man diese „auffälligen Hunde“ einfach abgeben kann. Doch wer trägt die Verantwortung, dass die Hunde plötzlich auffällig geworden sind? Die Verantwortung dafür, dass viele Warnzeichen einfach ignoriert wurden? Natürlich der Mensch.

Überfüllte Tierheime und kein Ende in Sicht

Bei einem Blick in die überfüllten Tierheime zeigt sich das ganze Ausmaß dieses menschengemachten Problems. Heutzutage ist es leicht, sich einen Hund zuzulegen. Ein Klick im Internet und schon ist ein Hund gekauft. Das Tier wird wie Ware gehandelt, da wird wenig überprüft. Warum es unnötig umständlich machen? Der Händler will verkaufen, der Käufer will diesen Hund unbedingt haben. Beide Seiten wollen den Kauf schnell über die Bühne bringen. Die genaue Herkunft des Hundes ist bei Online-Käufen häufig nicht ganz klar, mitunter verbergen sich dahinter schreckliche Systeme (lese die Geschichte von Vermehrer-Hündin Ella). Im neuen Zuhause stellt sich dann heraus, dass der Hund gar nicht in die Familie passt, weil z.B. jemand allergisch ist. Oder der Welpe größer wird als geplant. Oder was machen wir mit ihm, wenn wir in den Urlaub fliegen (Anmerkung Admin: „Warum verbringt man die schönste Zeit des Jahres ohne seinen Hund ?). Also muss eine schnelle Lösung her: Ab ins Tierheim, weil das am einfachsten ist. Dort wartet er oft jahrelang auf eine Vermittlung – allein, verunsichert, traumatisiert und im Stick gelassen, während draußen weiter Hunde gezüchtet und verkauft werden.

Durch Hundeführerschein eine Beziehung auf Augenhöhe

Derzeit bieten Tierheime und Hundeschulen schon freiwillige Führerscheine an, um die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu verbessern. Doch erst ein einheitlicher bundesweiter Führerschein (ähnlich dem eines PKW-Führerschein) könnte hier Abhilfe schaffen und eine Beziehung auf Augenhöhe ermöglichen, wo Verständnis und Vertrauen aufgebaut wird. Dieser Führerschein müsste vorgelegt werden, wenn man sich einen Hund kaufen möchte. Durch einen Hunde-Führerschein würden zudem Sponan-Käufe wie die in der Weihnachtszeit verhindert werden. Die Führerschein-Prüfung selbst sollte wie auch der PKW-Führerschein eine theoretische und eine praktische Prüfung enthalten. Während es im theoretischen Teil um Bedürfnisse des Hundes wie Körperspreche, Kommunikation oder Ernährung geht, würde der praktischen Teil Outdoor stattfinden. Leinenführung, Abruf-Kommandos, Verhalten in Notfällen (z.B. Giftköder) oder allgemeines Verhalten im Straßenverkehr – das nur ein paar Beispiele die sinnvoll wären, um Alltagssituationen besser meistern zu können. Für ein besseres Zusammenleben für Mensch und Tier und für weniger Abgabehunde in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen.